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Pockinger erkunden die Huckinger Seen

Der Holzöstersee zählt zu den wärmsten und daher bekanntesten Badegewässern des Innviertels. Doch wer kennt die Huckinger Seen? Vergessen und versteckt liegen sie am Südrand des riesigen Weilhartforstes.
Vom Pockinger Alpenverein sind 13 unerschrockene Mitglieder bei unsicherer Wetterlage auf die Suche gegangen. Bei der Ankunft am Parkplatz des Holzöstersee wollten einige Unentwegte das angeblich warme Wasser testen. Aber für ein Bad war es doch zu kühl. Dafür wurde die Landschaft und das Panorama mit der Kamera eingefangen.
Am Hehermoos vorbei führte die Wanderroute zum Pestkreuz. Danach passierte man ein Wildgehege. Eine Hirschkuh dachte wohl die Wanderer seien Artgenossen*innen. Mit grazilen, vorsichtigen Schritten kam sie immer näher und hoffte wohl, aber vergebens, auf einen Leckerbissen. Durch offenes Gelände und Wald ging es immer leicht auf und ab. An einer Waldhütte gab es die erste größere Rast. Jetzt wagte sich auch ganz vorsichtig die Sonne hervor und begrüßte die gut gelaunten Wanderer*innen. Gestärkt an Leib und Seele wurden kurz danach tatsächlich, nach passieren eines Drehkreuzes, die „Huckinger Seen“ gefunden. Als erstes trifft man auf den größeren der drei einsamen Waldseen. In diesem dümpelt sogar eine „schwimmende Insel“ herum. Zwischen ihnen gurgelt ein Bächlein, dessen Wasser schließlich im moorigen Boden versickert. Jetzt hat die Gruppe wieder festen Boden unter den Wanderschuhen. Auf verschlungenen Wegen wurde der Rückweg durch den Weilhartforst begonnen. Eine „Schwammerl-Fee“ wurde vom Sammelvirus erfasst und hätte beinahe den Anschluss an die Gruppe verpasst. Am Zahnwehkreuz vorbei ging es wieder zurück zum Parkplatz.
In Holzöster wurde die Gruppe noch in einer Museum ähnlichen, aber sehr schönen urigen, „Einkehr“ am warmen Kachelofen mit Glühmost, Innviertler Brett’l Jause, Kaffe und Apfelstrudel für die Heimfahrt gestärkt.
Damit ging wahrscheinlich für dieses Jahr die letzte offizielle, aber interessante und entspannte Tour, der Alpenvereins Ortsgruppe Pocking zu Ende.


Auf das Dach des Sengsengebirges.

Alpenverein Pocking erklimmt den 1.963m hohen Hohen Nock.

Eine 7-köpfige Gruppe Bergfreunde vom Alpenverein Pocking machte eine herrliche Herbsttour in Nationalpark Kalkalpen. Ziel der Tour war der Hohe Nock.
Ausgangspunkt der Bergwanderung war der Parkplatz am Jagdhaus Rettenbach. Über den Budergrabensteig ging es zunächst durch einen Buchenwald. Der Fönsturm am Vortag hatte eine Anzahl Bäume geworfen, diese galt es zu überwinden, was nicht immer ganz einfach war. Endlich hatte man die Schikanen hinter sich gelassen und der Wald lichtete sich. Bei dunkelblauem Himmel und strahlendem Sonnenschein wanderte die Gruppe in gleichmäßiger Steigung bergauf. Der Steig schwnkte nun nach Osten und macht einen großen Bogen im Latschenhang. Es ging vorbei am Merkensteinbründl und etlichen Dolinen. Bei ca. 1.88m Höhe weichten die Latschen immer mehr den Grasmatten. Der Weg zog sich nun nach Westen dem Gipfelaufbau entgegen. Bei einer längeren Pause genossen die DAVler den Blick nach Süden auf die mit Schnee überzuckerten 2000er des Toten Gebirges.
Das letzte Stück des Steiges verlief an der Geländekante, hier stürzt das Bergmassiv fast senkrecht nach Nordosten ab. Es boten sich schwindelerregende Tiefblicke. Kurz vor dem Gipfelziel folgte noch eine kurze Kletterei, und um Punkt 12.00 Uhr Mittags erreichten die Pockinger das Gipfelkreuz des Hohen Nocks. So abweisend sich die Felsabbrüche auch zeigten um so lieblicher war es auf dem großem Hochplateau. Nach 1350 Höhenmeter im Aufstieg hatte sich die Gruppe nun eine längere Pause redlich verdient. Die weichen Grasmatten waren perfekt für die Gipfelbrotzeit. Nun gab es zur Belohnung für die Aufstiegsmühen Panoramablicke in alle Himmelsrichtungen. Im Norden zeigten sich die Oberösterreichischen Voralpen, im Osten das Gesäuse, im Süden das Tote Gebirge und nach Westen reichte der Blick über das Höllengebirge bis zum Schafberg. Gefühlt tausend Gipfel reihten sich nacheinander am Horizont auf. Am liebsten wären alle hier oben geblieben. Erst als ein kalter Wind die Idylle störte machte man sich wieder auf zum Abstieg. Dieser erfolgte auf dem gleichen weg wie beim Aufstieg.
Eine eindrucksvolle Bergtour an einem goldenen Oktobertag ging zu Ende.


Pockinger DAV-Wandergruppe unterwegs im Rottaler Hügelland

Wanderung von Anzenkirchen nach Bayerbach

Des frühen Herbstes ganze Kraft motivierte neun Wanderfreunde/innen der DAV-Ortsgruppe Pocking zu einer Exkursion in der näheren Heimat. Von Pocking aus ging es mit der Südostbayernbahn nach Anzenkirchen. Stets bergauf führte ein Waldweg zum ansehnlichen Vierseithof Numberg. Bei der kunstvoll restaurierten Hofkapelle konnte man die herrlichen Ausblicke ins Rottal genießen. Nach kurzer Rast erreichten die Wanderer einen bequemen Höhenweg durch den Höllwald, welcher mit seiner verschiedenartigen Pflanzenvielfalt beeindruckte. Hier wurde man auf die verstreut liegenden Gesteinsbrocken aus Quarzkonglomerat aufmerksam. Schließlich erreichte man den auffälligsten Stein – den Drachenfelsen, wo die sagenhafte Kräuterhexe durch die Wolken auf alle vorbeikommenden Wanderer blickt. Das nächste Ziel war der erhöht liegende Kirchhofplatz in Asenham. Einst stand hier eine Burg, die zwischen dem 12. und 18. Jahrhundert verschiedene Besitzer hatte. Die Burg gibt es nicht mehr, nur noch der Chor der Kirche St. Leonhard mit seinem neugotischen Hochaltar geht auf eine ehemalige Kapelle aus dem 15. Jahrhundert zurück. Das Langhaus und der Turm wurden im neugotischen Stil in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet. Nach Verlassen des historischen Areals, marschierte man auf einem Feldweg bergan dem weit sichtbaren Krokodilstein entgegen. Der freiliegende Felsen fasziniert durch seine krokodilähnliche Form, die er durch Wind und Wetter im Laufe der Jahrtausende erhalten hat. Als weitere Sehenswürdigkeit wurde die abseits vom Wanderweg gelegene, hochgotische Kirche St. Georg auf dem Hölzlberg bewundert. Der dann folgende Wegabschnitt führte die Wanderer auf die Höhenlagen von Steinberg. Weit reicht von hier oben der Blick über das fruchtbare Bauernland, das eingebettet in der sanften Hügellandschaft mit seinen Feldern, Weiden und Wiesen, liegt. Eingerahmt von Laubmischwäldern, Fichten Kiefern und Tannen gleicht diese paradiesische Landschaft einem imaginären Gemälde. Sehr gerne hätten die Naturliebhaber die schöne Aussicht noch länger genießen wollen, doch die Zeit drängte, es war noch ein gutes Stück Weg zum Bahnhof. Im Zug von Bayerbach nach Pocking ließ man die etwas anstrengende, aber erlebnisreiche Wanderung noch einmal Revue passieren.

Trappistenrunde

 

Eine Gruppe des Alpenvereins Pocking erwanderte die Trappistenrunde hoch über der Donau.  Vom Parkplatz des Klosters Engelhartszell ging es steil aufwärts zum „Panoramablick Moarfelsen“. Die Gruppe wanderte weiter nach St. Aegidi vorbei an einem herrlichen Sonnenblumenfeld. Natürlich durfte ein Besuch beim Forellenzirkus nicht fehlen. Durch die schöne Landschaft des Sauwaldes wanderten die Teilnehmer weiter zum Aussichtspunkt „Thron“ und hatten eine wundervolle Aussicht ins Donautal. Bei wunderschönem Wetter ging es zurück zum Parkplatz Engelhardszell, wo noch die schöne Klosterkirche besichtigt wurde.

Panoramatour-Windischgarsten

Acht Mitglieder der DAV-Sektion Bad Griesbach i.R. und der Ortsgruppe Pocking, unternahmen bei besten Bedingungen, eine aussichtsreiche Panoramatour bei Windischgarsten. Startpunkt war der Parkplatz in Mayrwinkel. Nach einer kurzen idealen „Warmlaufstrecke“ ging es auf einem Steig durch die „Hölle“ auf den Patzlberg. Der geplante Rastplatz für eine erste Trinkpause war leider durch Forstarbeiten total beschädigt und es musste improvisiert werden. Auf dem „Leitersteig“ ging es im schattigen Wald kontinuierlich bergan. Dieser schmale teils auch ausgesetzte Pfad zieht sich durch die steilen, mit Felsen und Geröllhalden durchsetzten Südhänge des Sengsengebirges. Die Tiefblicke in das Salzabachtal waren teilweise atemberaubend. Das Rauschen des Gebirgsbaches begleitete die Bergwanderer. Am Speikkogel, ein imposanter Aussichtsbalkon, gab es dann eine längere Pause. Gut gestärkt ging es nochmals steil bergauf, bis man über einen Sattel das Almgelände am Laubkögerl erreicht hat. Nun konnte man etwas entspannter auf Alm- und Forststraßen der höchsten Erhebung der Tour, dem Kleinerberg 1.287 m, näher kommen. Das Panorama reicht vom Hintergebirge ins „Xeis“ zum großen Buchstein über die Haller Mauern mit Scheiblingstein, Kleinem und Großen Pyhrgas. Der Blick schweift über den Bosruck weiter zum Warscheneck und Spitzmauer zum Großen Priel, um hier nur einige markante und bekannte Gipfel zu nennen.

Nach dieser ausgiebig, genussreichen Rast in der Sonne, wurde über den steilen Schafsteig in Richtung Wurbauerkogel abgestiegen. So ein Abstieg über einen „heißen“ Südhang soll nicht unterschätzt werden. Es ging dann weiter in Richtung Bannholzmauer. In dieser Felsmauer mitten im Wald ist ein Klettersteigpark verbaut. Einigen Tour Teilnehmern juckte es in den Beinen und Armen und sie hätten am liebsten gleich 2 – 3 Varianten ausprobiert. Aber ohne entsprechende Ausrüstung ging dies natürlich nicht. Glücklich und zufrieden am Parkplatz angekommen, lud der Salzabach noch zu einem erfrischenden Fußbad ein. Zum Abschluss der gelungenen Tour wurde in Windischgarsten noch in einem Cafe eingekehrt. Nach dem Genuss von kühlen Getränken, leckerem Kuchen, kräftigem Cafe und einem zartschmelzenden Eis trafen alle Teilnehmer wieder in Pocking ein.


Eine Audienz bei der 3.360m hohen Tauernkönigin

Alpenverein Pocking unternimmt kombinierte Hochtour über den Detmolder Grat zur Hochalmspitze.
Die Besteigung der Hochalmspitze in den Hohen Tauern ist ein anspruchsvolles Unterfangen, das vom Bergsteiger alpine Erfahrung, absolute Schwindelfreiheit und Top Kondition verlangt.
Als Rivalin“ des Großglockners stand dieser formschöne Berg schon lange auf der To-Do-Liste vom Alpenverein Pocking.
Während die meisten Bergsteiger von der Gießener Hütte aus aufsteigen, wählten die Pockinger eine etwas andere Variante. Von Mallnitz aus ging es zunächst mit der Ankogelbahn hinauf zum Hannover-Haus auf 2.565m. Von dort zeigte sich schon majestätisch die Tauernkönigin. Aber der Weg dorthin war noch weit und steinig. Auf dem Celler-Steig wanderten die fünf Pockinger zur Celler-Hütte (2.238m). Da diese Unterkunft eine Selbstversorgerhütte ist musste der Proviant auch selber mitgebracht werden. Gaskocher, Geschirr und Quellwasser waren vorhanden. Das Abendessen bestand dann aus Spagetti, Tomatensoße, Gurken und Rotwein. Im Matratzenlager verbrachte man nun die erste Nacht.


Nach einer doch etwas kurzen Nacht dann DER Tag. Frühmorgens schon der Aufbruch hinüber zur Lassacher Winkelscharte, 2.856m. Immer auf fast gleicher Höhe querte man den Talschluss vom Seebachtal. Bei einer kleinen Bergwachthütte eine kurze Pause und schon gleich kamen die Steigeisen zum Einsatz. Beim Aufstieg zur Scharte lag noch ein großes Firnfeld, das nach oben hin immer steiler wurde. An dessen Ende dann der erste Klettersteig, B/C. Nun hieß es Klettersteigset anlegen. Gleich die ersten Höhenmeter forderten die Alpinisten mit einem fast senkrechten Aufschwung. Oben auf 2.856m angekommen endlich der freie Blick nach Osten.
Nach dem schattigen Aufstieg nun endlich Sonne. Weit unten lag die Gießener Hütte und linker Hand zeigten die Trittspuren im Schnee den weiteren Aufstiegsweg. Nur kurz pausieren und schon ging es weiter über Blockgelände und Altschneefeldern immer rechts vom Grat entlang aufwärts. Danach eine kurze Kletterstelle nach unten und die Querung des Trippenkeeses. Nun standen alle am Einstieg zum Klettersteig des Detmolder-Grates, C/D. Nun zog sich der Klettersteig teilweise recht ausgesetzt immer am Süd-West-Grat entlang. Schwindelerregende Tiefblicke, kräftezehrende, auf Reibung gehende Querungen und ein stetiges Ein- und Ausklinken der Sicherungshaken forderten von den Alpinisten vollste Aufmerksamkeit.
Endlich war der Gipfel erreicht. Überglücklich standen alle am Gipfelkreuz auf 3.360m und ließen die Szenerie auf sich wirken. Ein grandioses 360° Panorama zeigte sich den Pockingern. Doch nun folgte der Abstieg über die „Steinernen Mandln“. Von weitem schon sah man diese markante Felsformation. Dieser Teil der Überschreitung forderte nochmals vollste Konzentration, denn das Gelände war nicht weniger schwierig als der Aufstieg, nur dieser Abschnitt ist bei weitem nicht so gut seil-versichert. Ausgesetzte Klettereien und ungesicherte Gratpassagen begleiteten die Alpinisten bis zur Scharte oberhalb den Trippenkeeses. Hier ging es nochmals senkrecht am Drahtseil und auf Klammern nach unten zum Gletscher. Wieder Steigeisen anlegen, denn auch wenn genügend Altschnee vorhanden war durften die DAVler die extreme Steilheit nicht unterschätzen. Nach und nach meisterte jeder diesen heiklen Abstieg. Endlich flachte das Gelände ab und über Firnfelder ging es schnell bergab zur Gießener Hütte. Ausgepowert und glücklich über das Geschaffte genossen alle den Hüttenabend.
Am 3. Tag stand die Überschreitung der Mallnitzer Scharte, 2. 673m und der Abstieg zum Arthur-von Schmid-Haus auf dem Programm. In einem weiten Bogen querte der Buderusweg das Hohe Gößkar. Unterhalb der Scharte wieder ein steiles Firnfeld. Wieder Steigeisen anlegen. Oben an der Scharte angekommen ein besorgter Blick in den Himmel. Hoffentlich hält das Wetter! Nun folgte der Abstieg ins Dösener Tal. Die Wegfindung gestaltete sich teilweise schwierig, denn die Bergsteiger mussten durch ein Labyrinth aus riesigen Felsbrocken. Mittlerweile fing es auch noch an zu regnen und die Sicht wurde immer schlechter. Gott sei Dank wurde der Weg wieder angenehmer. Und plötzlich tauchte sie aus dem Nebel auf, die Hütte am Dösener See 2.275m. Durchnässt erreichte die Gruppe ihr letztes Nachtquartier.
Am nächsten Morgen hatte es aufgehört zu regnen. Wie ein Sparziergang schien nun der Abstieg durchs Dösental nach Mallnitz. Eine herausragende Tour war zu Ende.

Auf den Eiskogel, 2.321m im Tennengebirge.

Alpenverein Pocking unterwegs auf steilen Pfaden.

Das Tennengebirge im Salzburger Land war Ziel der sieben Pockinger Alpinisten. Ausgangspunkt der Tour war der Parkplatz Wengerau nördlich von Werfenweng. Anfangs wanderten die DAVler über sattgrüne Almwiesen. Beeindruckend zeigten sich schon am Morgen die südlichen Felsabbrüche des mächtigen Gebirgsstockes. Ein Schotterweg, mal mehr mal weniger steil, leitete die Gruppe durch einen Schatten spendenden Wald hinauf zur Dr.-Heinrich-Hackel-Hütte auf 1531m.
Es war ein heißer Sommertag und der Weiterweg führte nun über offenes Gelände südseitig weiter. In den Latschenhängen staute sich die Hitze und verwandelte die Tour in eine schweißtreibende Angelegenheit.Weil zwei der Wanderer das Ganze etwas gemütlicher angehen wollten, teilte sich hier die Gruppe. Die Fünfergruppe stieg nun zügig über einen schmalen Steig hinauf bis zu einem Felssporn. Ein kurzer, seilversicherter Aufschwung im schrofigen Gelände mahnte zur Vorsicht, ehe man geradewegs zur Tauernscharte, 2.114m aufstieg. Endlich flacheres Gelände und endlich ein kühles Lüftchen, gerade richtig für eine kurze Pause. Eine Herde Schafe begrüßte die Wanderer mit lautem Geblök und versuchte einen Teil der Brotzeit zu ergattern.
Der weitere Aufstieg in nördliche Richtung führte vorbei an einer tiefen Doline und hinein in eine karstige Gebirgslandschaft. Der eigentliche Gipfelanstieg steilte nochmals auf. In etlichen Kehren erreichte die Gruppe schließlich den 2.321m hohen Eiskogel.
Bei einer längeren Gipfelrast ließ man die Blicke schweifen. Das stark verkarstete Hochplateau sah aus wie eine riesige Mondlandschaft und lag den Pockingern förmlich zu Füßen. Im Osten zeigten sich Gosaukamm und Dachstein. Im dunstigen Süden waren die Hohen Tauern nur schemenhaft zu erkennen, und von Westen grüßte der Hochkönig.
Zurück ging es wieder auf bekanntem Weg hinunter zur Hackel-Hütte. Dabei traf man auf die gemütlichen Wanderer, die den 2.247m hohen Tauernkogel erklommen hatten.
Auf der einladenden Terrasse gönnten sich die Pockinger noch Hüttenschmankerl und kalte Getränke bevor man zurück zum Parkplatz abstieg.

DAV – Ortsgruppe Pocking in der Heimat unterwegs

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Diese geflügelten Worte machte sich die Pockinger DAV-Wandergruppe zu Eigen und plante eine Wanderung in der näheren Heimat. Aufgrund der Covid19 Risiken sowie der grundsätzlichen Hygiene-Empfehlungen des Deutschen Alpenvereins wurde die Teilnehmerzahl auf max. zehn Personen begrenzt. Weil sich aber sechzehn Wanderbegeisterte angemeldet hatten, wurde die Wanderung innerhalb von acht Tagen wiederholt. Vom Parkplatz bei der Kirche des beschaulichen Dorfes Reutern erreichte die Gruppe auf gut begehbaren Feldwegen eine Anhöhe mit Baumgruppe, die im Einklang mit einem kunstvoll gestalteten Wegkreuz Raum für Besinnung bot. Eine unglaubliche Öffnung über das Rottal mit seinen sanften, weichen Hügeln erwartete dort die Wanderer. Fasziniert von der prächtigen Aussicht ging es nun weiter zum Hof Neukl. Hier lud die 1864 errichtete und vor ein paar Jahren liebevoll restaurierte Hofkapelle zur Besichtigung ein. Im südlichen Staatsforst Steinkart angekommen, fielen die mächtigen, kerzengerade in den Himmel wachsenden Douglastannen auf. Die ursprünglich aus Nordamerika stammenden Bäume haben sich auch in Mitteleuropa gut eingefügt. Gestärkt nach einer Brotzeit- und Trinkpause marschierten die Wanderer weiter auf dem  Waldlehrpfad „WaldWunderWelt“ durch vielfältiges Gelände. Hier wird abwechslungsreich auf Schautafeln der ewige Kreislauf des Waldes von Werden, Wachsen, Verarbeiten, Pflegen und Vergehen spannend erklärt. Geheimnisvoll im Schatten hoher Fichten und Laubbäumen liegt der höhlenartige, moosbewachsene Teufelsfelsen. Dieser diente wohl bereits in der Altsteinzeit als Wohn- und Kulthöhle. Die auf einer Infotafel beschriebene Höhlenmalerei „Tanzende Habergeiß“ konnte auch nach intensiver Suche keiner der Gruppe entdecken. Das nächste Ziel war der Geldfelsen. Im Juni 1929 fanden Griesbacher Bürger gut verborgen in einer Felsspalte sechs Tongefäße mit 4000 Münzen aus dem 12. – 15. Jahrhundert. Der Münzschatz wird in der staatlichen Münzsammlung in München aufbewahrt. Die Entdeckungstour mit allen Sinnen neigte sich dem Ende entgegen und als die Wanderer den letzten Hügel kurz vor Reutern erreichten, genoss man nachmittags noch einmal die beeindruckende Aussicht.

Durch die Hintertür auf den Hohen Freiger, 3.418 m

Alpenverein Pocking geht wieder gemeinsam auf Tour.

Nach der langen Corona-Pause geht es nun endlich wieder zusammen auf Vereinstour. Selbstverständlich mit den aktuellen Corona-Auflagen.
Der Sommer ist ja für die Alpinisten die Saison für Hochtouren, so auch für die Pockinger DAVler.
Eine 10köpfige Gruppe fuhr nach Südtirol ins Ridnauntal. Am Ende der Talstraße war der Ausgangspunkt für die dreitägige Tour.Wolkenverhangen zeigten sich die Berge. Zunächst durch einen mystischen Wald und dann im mit Felsen durchsetzten Gelände stieg man auf zur Grohmann-Hütte und weiter zur Teplitzer-Hütte, 2.586m. Hier bezog man das erste Nachtquartier.
Der nächste Tag stand voll im Zeichen von Becherhaus und Wilden Freiger. Am frühen Morgen ging es auf den Karl-Sonnklar-Weg in westliche Richtung. Nach Querung eines größeren Altschneefeldes folgten die ersten Seilversicherungen. Immer steiler und ausgesetzter wurde der Steig. Unten ein paar Gletscherseen und über den Köpfen der Alpinisten steile Felswände. Endlich, gegen Mittag erreichte die Gruppe das Becherhaus auf 3.195m. Eine mächtige, vergletscherte Bergwelt zeigte sich nun den DAVlern. Der riesige Übeltalferner beeindruckt immer noch mit seiner Größe.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause dann der Gipfelaufstieg. Ein felsiger Grat führt hinauf zum Signalgipfel, einem Vorgipfel. Kurze Klettereien und etliche ausgesetzte Stellen verlangten alpinistisches Können, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Von Weitem winkte schon das Gipfelkreuz. Auf steinigem Weg ging es kurz mal absteigend und über ein ausgeprägtes Firnfeld zum Gipfelgrat. Nochmals eine kurze Klettereinlage und alle standen auf dem 3.418m hohen Wilden Freiger. Die Wolkendecke riss immer mehr und mehr auf und so zeigten sich nun auch Wilder Pfaff und das Zuckerhütl. Auf selben Weg ging es wieder zurück zum Becherhaus, hier verbrauchte die Gruppe die zweite Nacht.
Am nächsten Morgen bot sich den Pockingern eine besondere Wolkenstimmung. Wie in Watte gebauscht lagen die Täler unter den Wolken. Am Horizont nach Osten und Süden ein wolkenfreier Streifen von der Morgensonne beleuchtet und drüber wieder dicke Wolken. Die Sicht reichte bis in die Dolomiten.
Nach dem Frühstück siegen die Alpinisten wieder hinunter ins Ridnauntal. Becherhaus und Wilder Freiger, eine Hochtour die man so schnell nicht vergisst.


Winterliches Bergerlebnis auf der Hochries

Alpenverein-Pocking erwandert den Hausberg der Rosenheimer

Es war noch vor der Corona-Krise als sich eine 8-köpfige Gruppe Pockinger DAVler in den Chiemgau begaben. Ziel war der 1.496m hohe Karkopf und die 1.568m hohe Hochries.
Vom Wanderparkplatz Spatenau folgte man zunächst einer Forststraße und später einem breiten Wanderweg. Bei der Wimmeralm bot sich den Teilnehmern bereits ein herrlicher Blick ins Alpenvorland. Die Sonne strahlte von ein wolkenloser Himmel und die Berghänge zeigten sich im frischen Winterkleid. Der nächste Wegabschnitt zur Seitenalm erfolgte über freie Berghänge und zog sich serpentinenartig bergauf. Bei der Almhütte angekommen gönnte man sich eine kurze Pause im Sonnenschein. Beim Weiterweg stapften die Teilnehmer in einer gut eingetretenen Spur durch frischen Schnee, vorbei an „überzuckerten“ Bäumen hinauf zu einem Sattel. Hier teilte sich der Weg, und auch die Gruppe. Während zwei der Gruppe gleich die Hochries ansteuerten machten die restlichen sechs noch einen Abstecher auf den Karkopf. Nun hatte es sich doch rentiert die Schneeschuhe mitzunehmen. Eine unscheinbare Spur zeigte den Wanderern den Weg. Es bot sich eine unberührte Winterlandschaft mit herrlichen Fotomotiven. Schon nach einer halben Stunde stand man am menschenleeren Karkopf. Nach einer kurzen Gipfelrast machten sich alle auf den Weg hinüber zur Hochries die schon von weitem grüßte.
Im Gegensatz zum Karkopf herrsche auf der Hochries reges Treiben. Der beliebte Aussichtsberg lockte an diesem Sonntag nicht nur Wanderer sondern auch Gleitschirmflieger in die Natur. Das Bergpanorama war sagenhaft. Wilder und Zahmer Kaiser, die Hohen Tauern, die Zillertaler Alpen, Das Rofangebirge und das Mangfallgebirge zeigten ihre schneebedeckten Gipfeln und im Tal grüßte bereits der Frühling herauf.
Der Abstieg erfolgte nun in nördliche Richtung bis kurz vor der Riesenalm. Beim nächsten Wegweiser ging es dann durch den Wald hinunter Ebersberger Alm und weiter auf bekanntem Weg zum Parkplatz.
Nach einem kurzen Einkehrschwung ging es zurück nach Pocking.