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Panoramatour-Windischgarsten

Acht Mitglieder der DAV-Sektion Bad Griesbach i.R. und der Ortsgruppe Pocking, unternahmen bei besten Bedingungen, eine aussichtsreiche Panoramatour bei Windischgarsten. Startpunkt war der Parkplatz in Mayrwinkel. Nach einer kurzen idealen „Warmlaufstrecke“ ging es auf einem Steig durch die „Hölle“ auf den Patzlberg. Der geplante Rastplatz für eine erste Trinkpause war leider durch Forstarbeiten total beschädigt und es musste improvisiert werden. Auf dem „Leitersteig“ ging es im schattigen Wald kontinuierlich bergan. Dieser schmale teils auch ausgesetzte Pfad zieht sich durch die steilen, mit Felsen und Geröllhalden durchsetzten Südhänge des Sengsengebirges. Die Tiefblicke in das Salzabachtal waren teilweise atemberaubend. Das Rauschen des Gebirgsbaches begleitete die Bergwanderer. Am Speikkogel, ein imposanter Aussichtsbalkon, gab es dann eine längere Pause. Gut gestärkt ging es nochmals steil bergauf, bis man über einen Sattel das Almgelände am Laubkögerl erreicht hat. Nun konnte man etwas entspannter auf Alm- und Forststraßen der höchsten Erhebung der Tour, dem Kleinerberg 1.287 m, näher kommen. Das Panorama reicht vom Hintergebirge ins „Xeis“ zum großen Buchstein über die Haller Mauern mit Scheiblingstein, Kleinem und Großen Pyhrgas. Der Blick schweift über den Bosruck weiter zum Warscheneck und Spitzmauer zum Großen Priel, um hier nur einige markante und bekannte Gipfel zu nennen.

Nach dieser ausgiebig, genussreichen Rast in der Sonne, wurde über den steilen Schafsteig in Richtung Wurbauerkogel abgestiegen. So ein Abstieg über einen „heißen“ Südhang soll nicht unterschätzt werden. Es ging dann weiter in Richtung Bannholzmauer. In dieser Felsmauer mitten im Wald ist ein Klettersteigpark verbaut. Einigen Tour Teilnehmern juckte es in den Beinen und Armen und sie hätten am liebsten gleich 2 – 3 Varianten ausprobiert. Aber ohne entsprechende Ausrüstung ging dies natürlich nicht. Glücklich und zufrieden am Parkplatz angekommen, lud der Salzabach noch zu einem erfrischenden Fußbad ein. Zum Abschluss der gelungenen Tour wurde in Windischgarsten noch in einem Cafe eingekehrt. Nach dem Genuss von kühlen Getränken, leckerem Kuchen, kräftigem Cafe und einem zartschmelzenden Eis trafen alle Teilnehmer wieder in Pocking ein.


Eine Audienz bei der 3.360m hohen Tauernkönigin

Alpenverein Pocking unternimmt kombinierte Hochtour über den Detmolder Grat zur Hochalmspitze.
Die Besteigung der Hochalmspitze in den Hohen Tauern ist ein anspruchsvolles Unterfangen, das vom Bergsteiger alpine Erfahrung, absolute Schwindelfreiheit und Top Kondition verlangt.
Als Rivalin“ des Großglockners stand dieser formschöne Berg schon lange auf der To-Do-Liste vom Alpenverein Pocking.
Während die meisten Bergsteiger von der Gießener Hütte aus aufsteigen, wählten die Pockinger eine etwas andere Variante. Von Mallnitz aus ging es zunächst mit der Ankogelbahn hinauf zum Hannover-Haus auf 2.565m. Von dort zeigte sich schon majestätisch die Tauernkönigin. Aber der Weg dorthin war noch weit und steinig. Auf dem Celler-Steig wanderten die fünf Pockinger zur Celler-Hütte (2.238m). Da diese Unterkunft eine Selbstversorgerhütte ist musste der Proviant auch selber mitgebracht werden. Gaskocher, Geschirr und Quellwasser waren vorhanden. Das Abendessen bestand dann aus Spagetti, Tomatensoße, Gurken und Rotwein. Im Matratzenlager verbrachte man nun die erste Nacht.


Nach einer doch etwas kurzen Nacht dann DER Tag. Frühmorgens schon der Aufbruch hinüber zur Lassacher Winkelscharte, 2.856m. Immer auf fast gleicher Höhe querte man den Talschluss vom Seebachtal. Bei einer kleinen Bergwachthütte eine kurze Pause und schon gleich kamen die Steigeisen zum Einsatz. Beim Aufstieg zur Scharte lag noch ein großes Firnfeld, das nach oben hin immer steiler wurde. An dessen Ende dann der erste Klettersteig, B/C. Nun hieß es Klettersteigset anlegen. Gleich die ersten Höhenmeter forderten die Alpinisten mit einem fast senkrechten Aufschwung. Oben auf 2.856m angekommen endlich der freie Blick nach Osten.
Nach dem schattigen Aufstieg nun endlich Sonne. Weit unten lag die Gießener Hütte und linker Hand zeigten die Trittspuren im Schnee den weiteren Aufstiegsweg. Nur kurz pausieren und schon ging es weiter über Blockgelände und Altschneefeldern immer rechts vom Grat entlang aufwärts. Danach eine kurze Kletterstelle nach unten und die Querung des Trippenkeeses. Nun standen alle am Einstieg zum Klettersteig des Detmolder-Grates, C/D. Nun zog sich der Klettersteig teilweise recht ausgesetzt immer am Süd-West-Grat entlang. Schwindelerregende Tiefblicke, kräftezehrende, auf Reibung gehende Querungen und ein stetiges Ein- und Ausklinken der Sicherungshaken forderten von den Alpinisten vollste Aufmerksamkeit.
Endlich war der Gipfel erreicht. Überglücklich standen alle am Gipfelkreuz auf 3.360m und ließen die Szenerie auf sich wirken. Ein grandioses 360° Panorama zeigte sich den Pockingern. Doch nun folgte der Abstieg über die „Steinernen Mandln“. Von weitem schon sah man diese markante Felsformation. Dieser Teil der Überschreitung forderte nochmals vollste Konzentration, denn das Gelände war nicht weniger schwierig als der Aufstieg, nur dieser Abschnitt ist bei weitem nicht so gut seil-versichert. Ausgesetzte Klettereien und ungesicherte Gratpassagen begleiteten die Alpinisten bis zur Scharte oberhalb den Trippenkeeses. Hier ging es nochmals senkrecht am Drahtseil und auf Klammern nach unten zum Gletscher. Wieder Steigeisen anlegen, denn auch wenn genügend Altschnee vorhanden war durften die DAVler die extreme Steilheit nicht unterschätzen. Nach und nach meisterte jeder diesen heiklen Abstieg. Endlich flachte das Gelände ab und über Firnfelder ging es schnell bergab zur Gießener Hütte. Ausgepowert und glücklich über das Geschaffte genossen alle den Hüttenabend.
Am 3. Tag stand die Überschreitung der Mallnitzer Scharte, 2. 673m und der Abstieg zum Arthur-von Schmid-Haus auf dem Programm. In einem weiten Bogen querte der Buderusweg das Hohe Gößkar. Unterhalb der Scharte wieder ein steiles Firnfeld. Wieder Steigeisen anlegen. Oben an der Scharte angekommen ein besorgter Blick in den Himmel. Hoffentlich hält das Wetter! Nun folgte der Abstieg ins Dösener Tal. Die Wegfindung gestaltete sich teilweise schwierig, denn die Bergsteiger mussten durch ein Labyrinth aus riesigen Felsbrocken. Mittlerweile fing es auch noch an zu regnen und die Sicht wurde immer schlechter. Gott sei Dank wurde der Weg wieder angenehmer. Und plötzlich tauchte sie aus dem Nebel auf, die Hütte am Dösener See 2.275m. Durchnässt erreichte die Gruppe ihr letztes Nachtquartier.
Am nächsten Morgen hatte es aufgehört zu regnen. Wie ein Sparziergang schien nun der Abstieg durchs Dösental nach Mallnitz. Eine herausragende Tour war zu Ende.

Auf den Eiskogel, 2.321m im Tennengebirge.

Alpenverein Pocking unterwegs auf steilen Pfaden.

Das Tennengebirge im Salzburger Land war Ziel der sieben Pockinger Alpinisten. Ausgangspunkt der Tour war der Parkplatz Wengerau nördlich von Werfenweng. Anfangs wanderten die DAVler über sattgrüne Almwiesen. Beeindruckend zeigten sich schon am Morgen die südlichen Felsabbrüche des mächtigen Gebirgsstockes. Ein Schotterweg, mal mehr mal weniger steil, leitete die Gruppe durch einen Schatten spendenden Wald hinauf zur Dr.-Heinrich-Hackel-Hütte auf 1531m.
Es war ein heißer Sommertag und der Weiterweg führte nun über offenes Gelände südseitig weiter. In den Latschenhängen staute sich die Hitze und verwandelte die Tour in eine schweißtreibende Angelegenheit.Weil zwei der Wanderer das Ganze etwas gemütlicher angehen wollten, teilte sich hier die Gruppe. Die Fünfergruppe stieg nun zügig über einen schmalen Steig hinauf bis zu einem Felssporn. Ein kurzer, seilversicherter Aufschwung im schrofigen Gelände mahnte zur Vorsicht, ehe man geradewegs zur Tauernscharte, 2.114m aufstieg. Endlich flacheres Gelände und endlich ein kühles Lüftchen, gerade richtig für eine kurze Pause. Eine Herde Schafe begrüßte die Wanderer mit lautem Geblök und versuchte einen Teil der Brotzeit zu ergattern.
Der weitere Aufstieg in nördliche Richtung führte vorbei an einer tiefen Doline und hinein in eine karstige Gebirgslandschaft. Der eigentliche Gipfelanstieg steilte nochmals auf. In etlichen Kehren erreichte die Gruppe schließlich den 2.321m hohen Eiskogel.
Bei einer längeren Gipfelrast ließ man die Blicke schweifen. Das stark verkarstete Hochplateau sah aus wie eine riesige Mondlandschaft und lag den Pockingern förmlich zu Füßen. Im Osten zeigten sich Gosaukamm und Dachstein. Im dunstigen Süden waren die Hohen Tauern nur schemenhaft zu erkennen, und von Westen grüßte der Hochkönig.
Zurück ging es wieder auf bekanntem Weg hinunter zur Hackel-Hütte. Dabei traf man auf die gemütlichen Wanderer, die den 2.247m hohen Tauernkogel erklommen hatten.
Auf der einladenden Terrasse gönnten sich die Pockinger noch Hüttenschmankerl und kalte Getränke bevor man zurück zum Parkplatz abstieg.

DAV – Ortsgruppe Pocking in der Heimat unterwegs

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Diese geflügelten Worte machte sich die Pockinger DAV-Wandergruppe zu Eigen und plante eine Wanderung in der näheren Heimat. Aufgrund der Covid19 Risiken sowie der grundsätzlichen Hygiene-Empfehlungen des Deutschen Alpenvereins wurde die Teilnehmerzahl auf max. zehn Personen begrenzt. Weil sich aber sechzehn Wanderbegeisterte angemeldet hatten, wurde die Wanderung innerhalb von acht Tagen wiederholt. Vom Parkplatz bei der Kirche des beschaulichen Dorfes Reutern erreichte die Gruppe auf gut begehbaren Feldwegen eine Anhöhe mit Baumgruppe, die im Einklang mit einem kunstvoll gestalteten Wegkreuz Raum für Besinnung bot. Eine unglaubliche Öffnung über das Rottal mit seinen sanften, weichen Hügeln erwartete dort die Wanderer. Fasziniert von der prächtigen Aussicht ging es nun weiter zum Hof Neukl. Hier lud die 1864 errichtete und vor ein paar Jahren liebevoll restaurierte Hofkapelle zur Besichtigung ein. Im südlichen Staatsforst Steinkart angekommen, fielen die mächtigen, kerzengerade in den Himmel wachsenden Douglastannen auf. Die ursprünglich aus Nordamerika stammenden Bäume haben sich auch in Mitteleuropa gut eingefügt. Gestärkt nach einer Brotzeit- und Trinkpause marschierten die Wanderer weiter auf dem  Waldlehrpfad „WaldWunderWelt“ durch vielfältiges Gelände. Hier wird abwechslungsreich auf Schautafeln der ewige Kreislauf des Waldes von Werden, Wachsen, Verarbeiten, Pflegen und Vergehen spannend erklärt. Geheimnisvoll im Schatten hoher Fichten und Laubbäumen liegt der höhlenartige, moosbewachsene Teufelsfelsen. Dieser diente wohl bereits in der Altsteinzeit als Wohn- und Kulthöhle. Die auf einer Infotafel beschriebene Höhlenmalerei „Tanzende Habergeiß“ konnte auch nach intensiver Suche keiner der Gruppe entdecken. Das nächste Ziel war der Geldfelsen. Im Juni 1929 fanden Griesbacher Bürger gut verborgen in einer Felsspalte sechs Tongefäße mit 4000 Münzen aus dem 12. – 15. Jahrhundert. Der Münzschatz wird in der staatlichen Münzsammlung in München aufbewahrt. Die Entdeckungstour mit allen Sinnen neigte sich dem Ende entgegen und als die Wanderer den letzten Hügel kurz vor Reutern erreichten, genoss man nachmittags noch einmal die beeindruckende Aussicht.

Durch die Hintertür auf den Hohen Freiger, 3.418 m

Alpenverein Pocking geht wieder gemeinsam auf Tour.

Nach der langen Corona-Pause geht es nun endlich wieder zusammen auf Vereinstour. Selbstverständlich mit den aktuellen Corona-Auflagen.
Der Sommer ist ja für die Alpinisten die Saison für Hochtouren, so auch für die Pockinger DAVler.
Eine 10köpfige Gruppe fuhr nach Südtirol ins Ridnauntal. Am Ende der Talstraße war der Ausgangspunkt für die dreitägige Tour.Wolkenverhangen zeigten sich die Berge. Zunächst durch einen mystischen Wald und dann im mit Felsen durchsetzten Gelände stieg man auf zur Grohmann-Hütte und weiter zur Teplitzer-Hütte, 2.586m. Hier bezog man das erste Nachtquartier.
Der nächste Tag stand voll im Zeichen von Becherhaus und Wilden Freiger. Am frühen Morgen ging es auf den Karl-Sonnklar-Weg in westliche Richtung. Nach Querung eines größeren Altschneefeldes folgten die ersten Seilversicherungen. Immer steiler und ausgesetzter wurde der Steig. Unten ein paar Gletscherseen und über den Köpfen der Alpinisten steile Felswände. Endlich, gegen Mittag erreichte die Gruppe das Becherhaus auf 3.195m. Eine mächtige, vergletscherte Bergwelt zeigte sich nun den DAVlern. Der riesige Übeltalferner beeindruckt immer noch mit seiner Größe.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause dann der Gipfelaufstieg. Ein felsiger Grat führt hinauf zum Signalgipfel, einem Vorgipfel. Kurze Klettereien und etliche ausgesetzte Stellen verlangten alpinistisches Können, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Von Weitem winkte schon das Gipfelkreuz. Auf steinigem Weg ging es kurz mal absteigend und über ein ausgeprägtes Firnfeld zum Gipfelgrat. Nochmals eine kurze Klettereinlage und alle standen auf dem 3.418m hohen Wilden Freiger. Die Wolkendecke riss immer mehr und mehr auf und so zeigten sich nun auch Wilder Pfaff und das Zuckerhütl. Auf selben Weg ging es wieder zurück zum Becherhaus, hier verbrauchte die Gruppe die zweite Nacht.
Am nächsten Morgen bot sich den Pockingern eine besondere Wolkenstimmung. Wie in Watte gebauscht lagen die Täler unter den Wolken. Am Horizont nach Osten und Süden ein wolkenfreier Streifen von der Morgensonne beleuchtet und drüber wieder dicke Wolken. Die Sicht reichte bis in die Dolomiten.
Nach dem Frühstück siegen die Alpinisten wieder hinunter ins Ridnauntal. Becherhaus und Wilder Freiger, eine Hochtour die man so schnell nicht vergisst.


Winterliches Bergerlebnis auf der Hochries

Alpenverein-Pocking erwandert den Hausberg der Rosenheimer

Es war noch vor der Corona-Krise als sich eine 8-köpfige Gruppe Pockinger DAVler in den Chiemgau begaben. Ziel war der 1.496m hohe Karkopf und die 1.568m hohe Hochries.
Vom Wanderparkplatz Spatenau folgte man zunächst einer Forststraße und später einem breiten Wanderweg. Bei der Wimmeralm bot sich den Teilnehmern bereits ein herrlicher Blick ins Alpenvorland. Die Sonne strahlte von ein wolkenloser Himmel und die Berghänge zeigten sich im frischen Winterkleid. Der nächste Wegabschnitt zur Seitenalm erfolgte über freie Berghänge und zog sich serpentinenartig bergauf. Bei der Almhütte angekommen gönnte man sich eine kurze Pause im Sonnenschein. Beim Weiterweg stapften die Teilnehmer in einer gut eingetretenen Spur durch frischen Schnee, vorbei an „überzuckerten“ Bäumen hinauf zu einem Sattel. Hier teilte sich der Weg, und auch die Gruppe. Während zwei der Gruppe gleich die Hochries ansteuerten machten die restlichen sechs noch einen Abstecher auf den Karkopf. Nun hatte es sich doch rentiert die Schneeschuhe mitzunehmen. Eine unscheinbare Spur zeigte den Wanderern den Weg. Es bot sich eine unberührte Winterlandschaft mit herrlichen Fotomotiven. Schon nach einer halben Stunde stand man am menschenleeren Karkopf. Nach einer kurzen Gipfelrast machten sich alle auf den Weg hinüber zur Hochries die schon von weitem grüßte.
Im Gegensatz zum Karkopf herrsche auf der Hochries reges Treiben. Der beliebte Aussichtsberg lockte an diesem Sonntag nicht nur Wanderer sondern auch Gleitschirmflieger in die Natur. Das Bergpanorama war sagenhaft. Wilder und Zahmer Kaiser, die Hohen Tauern, die Zillertaler Alpen, Das Rofangebirge und das Mangfallgebirge zeigten ihre schneebedeckten Gipfeln und im Tal grüßte bereits der Frühling herauf.
Der Abstieg erfolgte nun in nördliche Richtung bis kurz vor der Riesenalm. Beim nächsten Wegweiser ging es dann durch den Wald hinunter Ebersberger Alm und weiter auf bekanntem Weg zum Parkplatz.
Nach einem kurzen Einkehrschwung ging es zurück nach Pocking.


Von Stubenberg zum Halmstein

Von Stubenberg zum Halmstein

DAV Ortsgruppe Pocking in der näheren Heimat unterwegs

Wandern oder nicht Wandern. Diese Frage stellte sich der Wanderbegleiter der DAV Ortsgruppe Pocking noch einen Tag vor dem anberaumten Termin der ersten Heimatwanderung in diesem Jahr. Sorgte doch „Bianca“ mit heftigen Sturmböen und anhaltendem Schneeregen für Unbehagen. Außerdem war die Wettervorhersage für den Wandertag auch nicht gerade optimal. Trotz alledem ließen sich fünf Wandergesellen und eine Dame von „…wetter.com“ nicht beirren und traten die Wanderung an. Ausgangspunkt war die oberhalb des Prienbachs gelegene OrtschaftStubenberg. Schon von weitem sah man den Turm der ursprünglich gotischen Stubenberger Pfarrkirche. Einst thronte eine trutzige Burganlage über der ehemaligen Hofmark. Die Burg wurde im Österreichischen Erbfolgekrieg zerstört und Anfang des 19. Jahrhunderts fast vollständig abgebrochen. War der Himmel zunächst noch wolkenverhangen, zeigte sich im Laufe des Vormittags immer öfter ein Stückchen blauer Himmel. Frohgelaunt marschierte die kleine Wandergruppe in ein kleines Tal hinein, das überaus üppig übersät mit Frühlings-Knotenblumen zum Staunen hervorrief. Im ausgedehnten Fürstenberger Waldgebiet ging es auf markierten Wegen zu einem großartigen Aussichtspunkt. Inzwischen wurde es immerfreundlicher und eine unglaubliche Öffnung nach Süden erwartete die Wanderer. Die schneebedeckten Berge vom Dachsteinmassiv bis hin zum Watzmann waren zu erkennen. Nach dem Genuss der bezaubernden Ausblicke ging es weiter durch das tertiäre Hügelland mit seinen ausgedehnten Feldern, Weiden und Wiesen dem Weiler Halmstein entgegen. An einem sonnigen Hang am Waldesrand wagten sich Schneeglöckchen, Buschwindröschen und Leberblümchen aus dem Boden. In unserer gesellschaftlich steril gewordenen Zeit, tut es gut, diese kleinen Geschenke der Natur bewundern zu dürfen. Da stetiges bergauf- und bergab wandern hungrig macht, beschloss die Gruppe erst einmal im Gasthaus eine ausgiebige Stärkung einzunehmen. Nach der Mittagspause wurde der „Halmstein“ besucht. Der Halmstein, ein mächtiger, schräg aus dem Boden herausragender Konglomerat-Felsen ist ein sagenumwobenes Gebilde. Bereits in der jüngeren Steinzeit diente er den damaligen Siedlern als Kult- und Versammlungsstätte. Durch Hohlwege, deren Seitenwände aus mehreren Schichten Brackwassermolasse bestehen, wanderte die Gruppe der Wallfahrtskirche St. Anna bei Ering entgegen. In der Gruft der Kirche hat das bekannte Adelsgeschlecht von Esterhazy seine letzte Ruhestätte gefunden. Der letzte Abschnitt führte die Wanderer noch einmal auf die Höhen des Fürstenberger Waldes. Auf zauberhaften, naturbelassenen und vergessenen Wegen ging es nach einer fast sechsstündigen Wanderzeit zum Ausgangspunkt zurück.

Kaiserwetter, Schneeschuh-Tour und rasante Schlittenfahrt

Alpenverein Pocking genießen Sonnentag im Kleinarltal.

Neun Mitglieder vom DAV-Pocking machten sich auf den Weg nach Kleinarl im Salzburger Land. Vom Parkplatz am Sportzentrum ging es zunächst ein Stück des Güterweges entlang, bis eine Skispur in bewaldetes Gelände abzweigte. Hier trennte sich die Gruppe. Drei der DAVler gingen weiter auf dem schneebedeckten Güterweg und später auf dem präparierten Forstweg bis zur Kleinarler Hütte auf 1.756m.
Die anderen sechs Teilnehmer nahmen die anspruchsvollere Variante. Sie folgten der Skispur durch steiles, bewaldetes Gelände. Nach etwa 1 ½ Std. traf man wieder auf die Forststraße und folgte dieser zur Hütte. Hier trafen sich alle neun wieder. Während viel der Gruppe lieber die Sonne auf der Terrasse der Hütte genießen wollten, machten sich die anderen fünf noch auf den Weg zum 2.011m hohen Penkkopf.
Es ging zunächst geradewegs auf einen Hang zu. Schneewechten im oberen Bereich wurden etwas mit Sorge betrachtet. Aber zum Gipfel bog man nach rechts ab auf den Gipfelhang zu, ohne Wechten! Nach insgesamt 3.15 Std. standen die fünf Gipfelstürmer auf dem 2.011m hohen Penkkopf. Die Belohnung war ein tolles Panorama.
Im Norden dominierte der Hochkönig, das Tennengebirge und etwas östlich der Dachstein. Im Süden blickte man auf gefühlt tausend Gipfeln des Alpenhauptkammes, die Leoganger Steinberge und die Berchtesgadener Alpen rundete das 360° Panorama ab.
Der Rückweg zur Hütte führte über einen freien Hang. Mit riesen Schritten „gleiteten“ die Schneeschuh-Geher den Berg hinunter. Bei der Hütte durfte dann natürlich ein Einkehrschwung nicht fehlen.
Zurück nach Kleinarl nahm man gerne den Schlitten-Service in Anspruch. Eine der längsten Naturrodelbahnen des Salzburger Landes bot eine rasante Abfahrt. Nach einem rundum gelungenen Tag machte man sich glücklich und zufrieden wieder auf den Heimweg.


Mondscheintour

Acht Freunde und Mitglieder des Pockinger Alpenvereins machten sich einen Tag vor Vollmond auf zum Lusen, um den pittoresken Sonnenuntergang auf dem Gipfel zu erleben. Von Finsterau aus gingen die Pockinger die Tour auf dem Lusensteig an, der in großer Einsamkeit am Kleinen Schwarzbach entlang durch den Nationalpark nach oben führt. Überall waren hier noch die Auswirkungen des Orkans Kyrill und der Borkenkäferplage der Vergangenheit zu sehen, aber auch die Heilungskräfte der Natur zu erkennen, die einen artenreichen Mischwald hatten entstehen lassen. Auf einer gut getretenen Spur ging es zügig unter der Leitung von DAVler Hans Hück den Berg hinan, wobei man die Schneeglätte nach Anlegen von Spikes bequem überwinden konnte. Der Steilaufschwung über das zugewehte Steinblockmeer am Lusen erforderte noch einmal einen kräftigen Einsatz der Spikes und der Bergstöcke, ehe man 5 Minuten vor Sonnenuntergang den Gipfel erreichte. Einige Schleierwolken ließen die Sonne in einem fast unwirklich roten Farbenspiel untergehen. Rückwärts gesehen beleuchtete das fahle Licht des schon aufgegangenen und fast vollen Mondes die karge Schneelandschaft (siehe Bild!). Da wie fast immer am Lusengipfel ein kräftiger Wind blies, machten die  Pockinger ihre Gipfelrast, wie etliche andere auch, die ebenso den herrlichen Sonnenuntergang genossen hatten, im Windschatten der wenigen Wetterfichten beim Gipfel. Nach ausgiebiger Brotzeit und willkommenem Aufwärmen mit mitgebrachtem Tee ging es nun wieder auf dem Aufstiegsweg zurück. Hierbei beeindruckte alle das gleichmäßige Stapfen in absoluter Stille durch den vom Mond beleuchteten Schnee. Die Stirnlampen wurden erst viel weiter unten eingeschaltet, als das Mondlicht nur noch sporadisch durch den dichten Wald scheinen konnte. Voll zufrieden mit den erbrachten körperlichen Leistungen und glücklich durch die erlebten Natureindrücke erreichten die Pockinger nach ca. 2 Stunden wieder ihre Autos und machten sich auf den ca. 80 km langen Heimweg.


Schnupper-Klettern war ein voller Erfolg

Eine 18köpfige Gruppe Kinder,Jugendlicher und Erwachsener vom Alpenverein Pocking wollten mal das Klettern probieren. Es ging in die Kletterhalle nach Freinberg der Sektion Passau.
Zunächst gab es eine Einweisung von Boris Felber. Das richtige Angurten und vor allem das Abseilen wurden als Erstes geübt. Toprope-Klettern war angesagt. Mit vollem Eifer ging es in die Kletterwand. Auch die Erwachsenen hatten ihren Spaß. Voller Körpereinsatz war angesagt. Das Finden der richtigen Griffe und Tritte wurde schnell zur Routine und auch das Abseilen klappte von Mal zu Mal besser. Die fünf Helfer hatten alle Hände voll zu tun.
Das Fazit dieses Nachmittags, es war ein riesen Spaß und ein voller Erfolg. So beschloss man das Ganze zu wiederholen. Der nächste Termin für ein Schnupper-Klettern ist der 21. März. Bereits jetzt können Anmeldungen entgegen genommen werden.

Organisator ist Jugendleiterin Juliane Waldemer per Email: waldemer.juliane@web.de.
Für Informationen steht Ihnen Anita Kälker 08531/8762 gerne zur Verfügung.