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Die Drei-Tausender-Runde im Nationalpark Kalkalpen

Alpenverein Pocking erwandert Dürres Eck, Gaisberg und Hochbuchberg.

Die Oberösterreichischen Voralpen sind im Frühling das ideale Wandergebiet. Die Berge sind hier zwischen 1200 und 1500 Meter hoch und schon frühzeitig schneefrei.
Die Wanderung der 10 Pockinger DAVler startete im Dorngraben nördlich von Molln. Am Anfang der Tour ging es ein Stück der Forststraße entlang bis nach einer Kehre ein Schild auf die 3-Tausender-Rund hinwies. Die Gruppe wanderte fortan überwiegend auf Steigen. Ein wurzeliger Pfad führte die Pockinger durch den sonnendurchfluteten Bergwald. Der Steig zog sich in moderater Steigung den Berg hinauf und querte etliche male die Forststraße. Nach einer guten Stunde, an einem baumlosen Hang öffnete sich der Blick nach Westen über das bewaldete Hügelland bis hin zum Traunstein. Nochmals ging es in den Wald steil hinauf. Schroffe, steile Felsgebilde erhoben sich vor den Wanderern und verliehen der Tour einen durchaus alpinen Charakter. Beim Sattel auf etwa 1100m Höhe war das Blätterkleid der Buchen noch jung und so hatte man herrliche Blicke nach Süden zu den schneebedeckten 2000er des Toten Gebirges. Es folgte eine weitere Hangquerung und schon bald standen die Pockinger auf dem ersten Tausender, dem Dürren Eck, 1222m. Vom schrofigem Gipfel reichte der Blick nun weit nach Norden über die Kulturlandschaft Oberösterreichs.
Nach der ersten Gipfelrast folgte nun der Übergang zum Gaisberg, 1267m. Über dem Höhenzug führte ein felsdurchsetzter Steig vorbei an umgestürzten Bäumen und immer aussichtsreich nach Osten. Schnell war der zweite Tausender, der Gaisberg erreicht. Beeindruckend zeigten sich die Nordabbrüche des Gebirgsstocks. Von weitem grüßte nochmals das Gipfelkreuz vom Dürren Eck. Vor Jahren hatte hier wohl ein Sturm ganze Arbeit geleistet, zum Vorteil der Pockinger, denn auf dem Weiterweg über dem Höhenzug hatten die Wanderer die besten Ausblicke. Das Motto war nun immer wieder stehen bleiben und Panorama genießen. Vor allem die noch weißen Gipfel von Warscheneck und Hohen Priel zauberten einen Hauch von Nepal. Beim Blick nach Osten erblickte man das Reichraminger Hintergebirge und in nördlicher Richtung stand der dritte Tausender, der Hochbuchberg, 1273m mit der Grünburger Hütte.
Aber jetzt folgte erstmal ein unwegsamer Abstieg hinunter zum Steinbruch und weiter zum Pfaffenboden auf 1032m. Es folgte nun ein 250 Höhenmeter steiler Anstieg auf den dritten Tausender. Die Route führte durch lichten Buchenwald. Über und über war der Boden bedeckt mit Bärlauch, und ein penetranter Duft verbreitete sich. Schweißtreibend, in unzähligen Kehren schlängelte sich der Steig bergauf. Endlich, das dritte Gipfelziel war erreicht. Nur eine kurze Gipfelrast, denn von unten grüßte schon die Sonnenterrasse der Grünburger Hütte. Ein ausgiebiger Einkehrschwung mit kalten Getränken und Hüttenschmankerln hatten sich die Wanderer redlich verdient. Beim Abstieg durch den schattigen Dorngraben war nochmals Trittsicherheit gefragt, denn der felsige, steinige Weg ist stets feucht.
Nach jeweils 1100 Höhenmeter im Auf- und Abstieg endete diese abwechslungsreiche Wanderung.


Von Zwieslerwaldhaus auf den 1315 m hohen Großen Falkenstein

Von dieser Wanderung auf den im Nationalpark Bayerischer Wald gelegenen Berg ließen sich am 1. Mai 11 Mitglieder des AV Pocking trotz recht zweifelhaften Wetterberichtes nicht abhalten. Erleichtert über das bei Ankunft bessere Wetter als befürchtet, machte man sich von der Ortschaft Zwieslerwaldhaus auf den Weg.Von mehreren in Frage kommenden Routen wählte man für den Aufstieg die kürzeste, vorbei am Kleinen Falkenstein. An dessen Fuße legte man nach 2 Stunden strammen Marsches entlang des mäßig steilen aber konstant ansteigenden Waldpfades eine Pause ein, die man auch für die Besteigung des Felsgipfels nutzte. Nach weiteren 45 min standen die 11 Pockinger schließlich am Gipfelkreuz des Großen Falkensteins. Die wegen der tief hängenden Wolken schlechte Fernsicht nahm man gerne in Kauf für die Ankunft trockenen Fußes am Zielort. Nach dem obligatorischen Gipfelfoto Einkehr im sehr schönen neuen Falkenstein-Schutzhaus, wo man den vorübergehenden Platzregen bei bester Bewirtung gelassen abwarten konnte. Für den Rückweg wählte man die Route über den landschaftlich interessanten Ruckowitzschachten, eine auf ca. 1100 m Höhe gelegene u. größte Waldlichtung dieser Art im Bay. Wald. Entlang von Auf- wie Abstieg boten sich den Wanderern unterschiedlichste Erscheinungsbilder dieser naturbelassenen Landschaft. Frisch austreibender Laubwald und kahle, vom Borkenkäfer entrindete, mit Totholz bedeckte bizarre Waldreste wechselten einander ab. Am Parkplatz angekommen war man sich einig: Ein gelungener Ausflug, eine sehenswerte Wanderung, die nach Wiederholung verlangt.


Radtour des Pockinger Alpenvereins

Am Samstag 30. April trafen sich elf radbegeisterte Frauen und Männer vom Alpenverein Pocking vor der Stadthalle zu einer gemeinsamen Radtour. Das Motto der Ausfahrt lautete: „Flotte Radltour ins Rottaler Hügelland“. Rita Stöfl aus Kößlarn plante die Streckenführung und begleitete die Gruppe. Somit war klar, dass die erste Etappe über Kirchham und Rotthalmünster nach Kößlarn führen wird. Auf dem neu gestalteten Kößlarner Markplatz nahmen die Radlerinnen und Radler den beeindruckenden Bronzeeber von Dominik Dengl kurzentschlossen fürs Gruppenfoto in ihre Mitte. Eine Besichtigung der prunkvollen Kößlarner Wallfahrtskirche und der außergewöhnlichen Wehrkirchenanlage war das nächste Ziel, bevor es in den Gastgarten beim Gasthaus Bimesmeier ging. Ausgeruht und gut gestärkt zog der Radltross weiter durch den Kößlarner Wald nach Fürstberg und zum schönen Aussichtspunkt bei der Bertenöder Kapelle. Der gewählte Weg verlangte von den Radler-innen des Alpenvereins einiges an Geschick und Durchhaltevermögen. Schotterweg, Trampelpfad und ständige Steigung meisterten alle Teilnehmer mit Bravour und hatten somit den höchsten Punkt der Tour erreicht. Belohnt wurde die Anstrengung in Bertenöd mit dem tollen Ausblick ins Inntal und einer kurzen Pause. Nach einer rasanten Abfahrt in Richtung Ering bot sich noch ein Abstecher zur alten Wallfahrtskirche St. Anna bei Ering an. Die gotische Kirche mit ihren floralen Fresken ist nach einer gründlichen Renovierung wieder für Besucher zugänglich.Bei der folgenden Flachetappe durchs Inntal bis Aigen hinunter, erlebten die Pockinger einen völlig anderen Landschaftstyp. Nach einer kurzen Beratung wurde noch in einem Cafe eingekehrt und danach ging es mit frischem Elan die letzten Kilometer über Kirchham zurück nach Pocking. An der Stadthalle wieder gut angekommen, zeigte der Tacho gute 70 km und alle waren sich einig, dass eine gemeinsame Radtour in unserer schönen Heimat, eine lohnenswerte und abwechslungsreiche Unternehmung sein kann, die keinen großen Aufwand erfordert.

Frühlingswanderung zur Schneid und zur Stoißer Alm

Alpenverein Pocking begrüßt den Frühling auf dem Teisenberg

Zehn bergbegeisterte Mitglieder des Pockinger Alpenvereins zog es am Ostermontag ins Chiemgau. Ziel der Gruppe war der 1333m hohe Teisenberg. Dieser ist zugleich der nördlichste Tausender der Deutschen Alpen.
Gestartet wurde kurz vor 9.00 Uhr vom Wanderparkplatz Markgraben. Bei bestem Frühlingswetter wanderten die DAVler nur leicht ansteigend bergauf. Die Forststraße führte die Gruppe in östliche Richtung. Am Wegesrand wurden sogleich die ersten Frühlingsblumen bewundert. Schlüsselblumen und Sumpfdotterblumen begleitet von Buschwindröschen zauberten weiße und gelbe Tupfen in den noch braunen Waldboden. Auch der Alpenpestwurz stand schon in voller Blüte. Ab und zu zeigte der Seidelbast seine rosa Blüten. Und plötzlich stieg den Wanderern Knoblauchduft in die Nase. Ein großer Fleck Bärlauch verströmte den penetranten Geruch.
Nach gut einer Stunde pflanzenkundlicher Wanderung erreichte die Gruppe den ersten Aussichtspunkt, den Inzellblick auf gut 1000m Höhe. Hier luden Bänke zur Rast ein. Inzell lag den DAVlern buchstäblich zu Füßen. Darüber erheben sich der Rauschberg und der Inzeller Kienberg mit dem Streicher. Langsam machte sich die Gruppe wieder auf den Weg. Das nächste Ziel war die Bäckeralm. Schon nach kurzer Zeit zeigte sich die große Almwiese mit der urigen Almhütte, nur leider befand sich die noch im Winterschlaf. Oberhalb der Alm am Waldrand steht eine Forsthütte an der man sich nochmals von der Sonne verwöhnen ließ.
Nun schwenkte der Weg nach Norden. Man querte die Forststraße und folgte nun einem wurzeligen Steig entlang der Westseite vom Teisenberg. Ausgehobene Wurzelstöcke und Baumstumpfen zeugten
von Sturm und Borkenkäfer. Für die Bergler ein „Glück“ denn immer wieder öffnete sich der Blick nach Westen zu den Chiemgauer Bergen. Am Horizont zeigte sich nun auch der Chiemsee. Pfützen und vereinzelte Schneereste mahnten zur Vorsicht. Braune Grasmatten ließen erahnen dass sich hier der Winter erst seit kurzem verabschiedet hat.
Beim nächsten Wegweiser war dann Insider-Wissen von der Bergwanderleiterin Anita Kälker gefragt. Man folgte dem Schild „Weg führt nicht weiter“ und erreichte nach kurzem Anstieg den Wanderweg der von Norden herauf führte. Jetzt nur noch ein kurzes Stück Weg durch den Wald und die Pockinger standen am geschnitzten Kreuz der „Schneid“, wie auch der Gipfel des Teisenbergs genannt wird. Hier waren die DAVler natürlich nicht alleine, denn der herrliche Aussichtsberg zog an diesem sonnigen Tag viele Bergfreunde auf den beliebten Gipfel. Jetzt war Aussicht genießen angesagt. Der Blick nach Osten war frei. Weit unten zeigte sich das Salzburger Becken mit der Stadt Salzburg. Am Horizont schweifte nun der Blick vom Traunstein bis zum Schafberg. Dazwischen erhob sich das noch Schnee bedeckte Höllengebirge. Im weiteren Verlauf war die Osterhorngruppe zu erkennen und anschließend der Untersberg. Quasi vis-a-vis dominierte nun der Hochstaufen, Zwiesel und der Gamsknogl, an dessen Nordabbrüchen sich noch hartnäckig der Schnee hält. Am nördlichen Horizont blitzten die schneeweißen Leoganger und Loferer Steinberge hervor. Natürlich wurde anschließend noch auf der Stoißer Alm halt gemacht, zumal hier Getränke angeboten wurden.
Auch wenn es noch so schön ist hier oben, irgendwann heißt es Abschied nehmen. Der Abstieg erfolgte nun hinunter bis zur Wegkreuzung. Nun ging es auf der Forststraße vorbei an der Hubertushütte. Dann war wieder Insider-Wissen gefragt, denn ein Steig ist immer interessanter als die Forststraße. Tourenbegleiterin Anita Kälker führte die Gruppe auf einem unmarkierten Steig und über freie Wiesenhänge. Von weitem war der Parkplatz schon zu sehen und so gegen 15.30 Uhr waren die Autos erreicht.
Bei einer Einkehr in einem nahegelegenen Wirtshaus ließ man die Wanderung ausklingen.


 

Zwei Gipfel eine Tour – Sonntagshorn, 1963m und Peitingköpfl, 1720m.

Alpenverein Pocking beendet Wintertouren

Es war Sonntag der 20. März als 11 Pockinger DAV-Mitglieder zum Wintersaisonabschluss ins Heutal bei Lofer fuhren. Ziel ihrer Schneeschuh- und Skitour war das 1963m hohe Sonntagshorn und das 1720m hohe Peitingköpfl.
Am Parkplatz 1 angekommen startete die Gruppe schon bei frühlingshaften Temperaturen. Die Forststraße war südseitig ausgerichtet und weitgehend schneefrei. Nach einer guten Stunde erreichten die Wintersportler die freien Flächen der Hochalm auf ca. 1450m. Hier gab es dann auch richtig viel Schnee. Strahlend blauer Himmel und die weißen Hänge des Sonntagshorns, was will man mehr. Auf einer Kuppe steht die Berg- und Naturwacht-Kapelle Unkener Hochalm. Hier wurde die erste längere Rast eingelegt, denn es wartete noch ein langer, steiler Aufstieg auf die DAVler. Zunächst zog sich die Spur im Schatten durch eine Rinne hinauf. Schritt für Schritt jeder in seinem Tempo. Am Ende der Rinne ein Wegweiser – nach rechts zum Peitingköpfl, nach links zum Sonntagshorn. Noch ein paar Höhenmeter und die Gruppe stand auf dem Sattel der Perchthöhe. Nun konnte man auch die Gipfel der Berchtesgadeneralpen sehen. Es folgte nochmals ein anstrengender Aufstieg über die Südflanke des Sonntagshorns. In vielen Kehren schraubten sich die Pockinger DAVler den Hang hinauf. Durch die warmen Temperaturen war der Schnee schon weich aber dennoch griffig. Pünktlich zur Mittagszeit standen dann alle auf dem aussichtsreichen Gipfel. Belohnt wurden die Pockinger mit einem 360° Panorama. Besonders beeindruckend zeigten sich die Leoganger und Loferer Steinberge und die Gipfel der Reiteralpe.
Nach einer ausgiebigen Gipfelrast nahm man das nächste Gipfelziel in Angriff, das 1720m hohe Peitingköpfl. Zunächst ging es den steilen Südhang hinunter. So mancher rutschte auf den Hosenboden bergab. Die Skifahrer waren hier natürlich klar im Vorteil. Beim Wegweiser auf der Perchthöhe trafen sich alle wieder. Nun folgte die Querung über den Roßkarsallel. An dessen Ostabbrüchen bildeten sich riesige Schneewechten. Eine der Wechten stand anscheinend kurz vor dem Abbrechen, denn es klaffte ein riesiger Spalt auf. Nur nicht zu weit an den Rand gehen! Am Peitingköpfl angekommen blickte man fast ungläubig hinüber zur Aufstiegsroute vom Sonntagshorn. Da sind wir alle hoch?!
Nun folgte der Abstieg zur Hofalm. Rasant gleiteten die Alpinisten den freien Hang hinunter und freuten sich auf den Einkehrschwung auf der Sonnenterrasse der Almhütte.
Aufgetankt mit Sonnenschein und Hüttenschmankerln ging es wieder zurück zum Parkplatz. Für alle war klar, das war ein würdiger Saisonabschluss.


Mit den Schneeschuhen auf den Siebensteinkopf

Der 1263 m hohe, unweit von Finsterau und nahe an der Grenze zu Tschechien gelegene Siebensteinkopf ist im Winter vor allem bei Schneeschuhgehern ein beliebtes Ausflugsziel. Eine 11-köpfige Gruppe des AV Pocking nahm sich auch heuer wieder diesen lohnenden Aussichtsberg für eine Schneeschuhtour vor. Die bis kurz vor Mauth nur noch recht kärglich vorhandenen Schneereste ließen während der Anfahrt bei den Teilnehmern Zweifel an der Möglichkeit einer Schneeschuhwanderung aufkommen. Umso überraschter war man bei der Ankunft am 1000 m hoch gelegenen Parkplatz Wistlberg über die hohe geschlossene Schneedecke. Mit zunächst geschulterten Schneeschuhen machte man sich bei wolkenlosem Himmel auf den Weg entlang der zur tschechischen Grenze führenden, als Langlaufloipe präparierten Straße. Nach ca. 2 km ging es, jetzt mit angelegten Schneeschuhen, auf schmalem Pfad Richtung Siebensteinkopf, und zwar auf der Variante, die auf Höhe der Reschbachklause von der Straße abzweigt. Am Gipfelkreuz angekommen, genoss man von der baumfreien Bergkuppe aus wieder einmal den bekannten Ausblick auf die umliegende Landschaft des Bayerwaldes. Die nach ausgiebiger Pause gewählte Abstiegsvariante führte zunächst hinab zur Reschbachklause. Dann weiter entlang des Reschbachs, vorbei an der Alten Klause erreichte man schließlich nach insgesamt 4-stündiger Wanderung wieder den Parkplatz. Schnell war man sich einig, diesen gelungenen Sonntagsausflug vor der Heimfahrt im bekannten Cafe Beer in Mauth noch ausklingen zu lassen.

Auf das 1.776m hohe Dürrnbachhorn

Ski- uns Schneeschuh-Tour des Alpenvereins Pocking

Dieses mal verschlug es 11 Pockinger DAVler nach Seegatterl nahe Reit im Winkel. Der Großparkplatz von der Seilbahn zur Winkelmoosalm war Ausgangspunkt der sieben Schneeschuhwanderer und zwei Skitourengeher.
Zunächst ging es ein kurzes Stück der Langlaufloipe entlang bis rechts nach einer Brücke der Steig in Richtung Dürrnbachalm abzweigte. Auf dem festgetretenem Schnee knirschten die Schneeschuhe. Links unten rauschte der Dürrnbach an dessen Ufer noch meterhoch der Schnee lag.In gleichmäßiger Steigung stapfte die Gruppe durch den Wald, bis nach einer guten Stunde die freien Flächen der Dürrnbachalm erreicht waren. Es öffnete sich auch der Blick auf den bevorstehenden Aufstieg, ein steiler freier Hang. Noch zeigte sich die Sonne. Bei einer der Hütten wurden die Energiespeicher mit Tee und Brotzeit aus dem Rucksack wieder aufgefüllt, denn der anstrengendste Teil der Tour stand den Pockingern noch bevor. Zwei der Gruppe, ein Schneeschuhtreter und ein Skitreter, wollten es wissen und stiegen direkt in den steilen Hang hinein – Direttissima. Die anderen sieben folgten der gut eingetretenen Spur. Bald steilte sich der Hang auf. In etlichen Kehren zog sich nun der Aufstieg den freien Hang hinauf, über harschigen Schnee jeder in seinem Tempo. Der nächste „Rastpunkt“ war die Bergstation vom stillgelegten Sessellift. Hinter dem Gebäude türmten sich die Schneemassen bis zum Dach. Mittlerweile wehte ein kalter Wind und die Sonne verzog sich hinter den Wolken. Nun folgte der finale Anstieg. Von den Kieferlatschen waren nur vereinzelte Äste zu sehen zwischen denen sich die Spur empor zog. Nach etwa dreieinhalb Stunden Aufstieg stand die Gruppe an dem neu errichteten Gipfelkreuz. Von Sonnenschein war keine Spur mehr und der eisige Wind vermieste den Pockingeren eine längere Gipfelrast. Nur noch schnell ein Gruppenfoto und dann schnell wieder hin unter zur Seilbahnstation. An einem windgeschützten Ort wurde die Gipfelrast dann nachgeholt. Es folgte nun der Abstieg über den freien Schneehang. Flotten Schrittes ging es hin unter. Die Skitourengeher hatten hier eindeutig den Vorteil. Bei den Almhütten hielt man sich nun links und folgte der Beschilderung Winkelmoosalm. Beim Einkehrschwung in der gemütlichen Traunsteiner Hütte konnten sich die DAVler nun wieder aufwärmen und natürlich die Hüttenspezialitäten genießen. Gut gestärkt war es Zeit für den weiteren Abstieg. Die Spur zog sich durch den Wald bis die Schneeschuhtreter die Aufstiegsroute erreicht hatten. Dieser folgte man nun hinunter bis zum Parkplatz. Die Skitourengeher wählten natürlich eine andere Variante und warteten schon am Auto.

Alles in allem war es wieder eine tolle Wintertour.

Mit Plan B auf einen beliebten Aussichtsberg der Chiemgauer Alpen

Alpenverein Pocking erwandert mit Schneeschuhen die Hochries, 1569m.

Es sollte eigentlich der Kasberg werden und es sollte eigentlich der Himmel wolkenlos sein. EIGENTLICH! Aber Wetter und Schneeverhältnisse machten den DAVlern einen Strich durch die Rechnung. Also Plan B – kurzerhand wurde ein neues Ziel ausgesucht, die Hochries im Chiemgau.
Vom Parkplatz bei der Festhalle von Aschau startete die 7köpfige Gruppe. Die Schneeschuhe waren noch am Rucksack befestigt. Zunächst ging es durch den Buchenwald in etlichen Serpentinen relativ steil hinauf bis zur Hofalm. Ab hier kamen dann auch die Schneeschuhe zum Einsatz. Eine breite, gut eingetretene Spur führte die Pockinger in Richtung Süden. Nach der freien Almfläche schlängelte sich der Weg nun durch den winterlichen Wald. Kurz vor der Riesenalm zeigte sich die Kampenwand, die majestätisch von norden grüßte. Nur noch eine Kehre und schon öffnete sich das weite Gelände der Riesenalm. Hier steht die schon seit Jahren nicht mehr bewirtschaftete Riesenhütte. Auch wenn die Hütte geschlossen ist, ist sie immer noch ein beliebtes Ziel. Auf der großen Almfläche auf 1345m Höhe befinden sich neben einer Kapelle auch etliche private Almhütten. Bei einer kurzen Rast konnten die DAVler schon das Gipfelziel, die Hochries sehen, die immer wieder von einer dunklen Wolke verhüllt wurde. Anscheinend hatte die Wetterapp, die 8 Stunden Sonnenschein versprach, den Wetterbericht nicht richtig gelesen. Nun stapften die Pockinger durch eine tiefe, vom Wind verformte Schneedecke dem Gipfelaufbau entgegen. Nochmals zog sich der Weg in etlichen Serpentinen steil hinauf bis zur1569m Hochries. Direkt auf dem Gipfel steht das Hochrieshaus von der Sektion Rosenheim. Schneeverwehungen umkreisten das Gebäude und die Bäume und Latschen waren überzogen vom Raureif. Hier oben herrschte noch tiefster Winter. Leider machte sich die Sonne rar. Anstatt auf der Sonnenterrasse machte man es sich in der warmen Gaststube gemütlich. Mit einer heiße Suppe oder einem heißen Getränk wärmten sich die Pockinger auf.
Nach der Einkehr hatten sich auch die dunklen Wolken weitgehend verzogen. Ein Mix aus Sonnenschein, blauem Himmel und weißen Wolken verzauberte die Winterlandschaft. Auch die Sicht hinaus ins Alpenvorland und auf den Chiemsee besserte sich. Kampenwand, Geigelstein und Spitzstein zeigten sich in der Sonne, nur die Hochalpen waren in Wolken gehüllt. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto machte man sich auf den Rückweg. Über freie Hänge, weglos, gleiteten die Pockinger förmlich durch den Pulverschnee bergab. Schnell waren die Hütten der Riesenalm erreicht. Hier suchte man sich ein sonniges, windgeschütztes Plätzchen und genoss die wärmende Sonne. Schade dass man bald wieder aufbrechen musste. Nochmals ging es über die tiefverschneite Almfläche zurück in den Wald, und weiter zum Parkplatz.
Es ist zu dieser Jahreszeit immer wieder verblüffend, im Alpenvorland zieht langsam der Frühling ein und auf den Bergen herrscht immer noch tiefster Winter.


Schneeschuh-Tour, Rodelspass und Kaiserblick.

Alpenverein Pocking auf Winter-Tour in den Kitzbüheler Alpen.

Die Kitzbüheler Alpen sind nicht nur ein Eldorado für Skifahrer, auch Skitourengeher und Schneeschuhwanderer kommen hier auf ihre Kosten. Für 10 Mitglieder vom Alpenverein Pocking war dieses Winterparadies Ziel ihrer letzten Schneeschuhtour.
Vom Winterparkplatz der Kelchalm südlich von Aurach wanderte die Gruppe hinauf zur Bochumer Hütte auf 1432m. Das ehemalige Kanppenhaus das 1832 für den Kupferabbau errichtet wurde, dient seit 1928 als DAV-Hütte. Diese war auch Quartier für die kommende Nacht. Aber zuvor wurde der sonnige Tag noch genutzt um den Umgang mit Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS-Gerät), Sonde und Schaufel zu üben. Es herrschte schon seit Tagen eine angespannte Lawinenlage und da am nächsten Tag eine Gipfeltour zum Saalkogel geplant war wollte man für alles gerüstet sein. Abends schaute man sich den Routenverlauf nochmals genau an. Gibt es gefährliche Hänge? Nein, die steilen Passagen verlaufen durch bewaldetes Gebiet und sind somit relativ sicher. Natürlich, ein Restrisiko besteht immer.
Am nächsten Morgen herrschten perfekte Bedingungen. Nach einem ausgiebigen Frühstück schnallten sich alle die Schneeschuhe an, und beim Abmarsch wurde noch ein LVS-Chack durchgeführt. Nun stand einem herrlichen Wintertag nichts mehr im Wege.
Bei anfänglich noch frostigen Temperaturen startete die Gruppe in südliche Richtung. Die Route führte durch einen tief verschneiten Wald. Nach etwa 30 Minuten mussten ein paar heikle Rinnen gequert werden. In gebührenden Abstand zum Vordermann gelang die Querung ohne Probleme. Bald schon öffnete sich der Blick nach Norden. Unten im Tal erstreckte sich das Ortsgebiet von Kitzbühel und darüber dominierte der Wilde Kaiser im Sonnenschein. Die Wanderer, selbst noch im Schatten, blickten auf die gegenüber liegenden Berge. An den sonnen bestrahlten, steilen Hängen lösten sich Tage zuvor schon Lawinen, aber die Pockinger Gruppe bewegte sich im sicheren Terrain. Nun folgten die DAVler den gut erkennbaren Almweg hinauf zur tiefverschneiten Oberkaseralm. Jetzt weitete sich das Gelände. Eine riesige, fast unberührte Schneefläche überzog das sanft ansteigende Almgelände. Endlich waren auch die Pockinger in der schon wärmenden Sonne und zogen ihre Spuren durch den glitzernden Schnee. Von weitem grüßte schon das Gipfelkreuz. Der Weg zog sich nun über die Geländekante hinauf zum aussichtsreichen Saalkogel, 2006m. Ein sagenhaftes Panorama war nun der Lohn der Mühen. Im Süden spitzten die Hohen Tauern hervor und weiter rechts die Spitzen der Zillertaler Alpen. Am Horizont weiter westlich grüßten Karwendel, Rofangebirge und der markante Guffert. Im Norden thronte der Wilde Kaiser über Kitzbühel mit den Kitzbüheler Horn. Es folgten die Chiemgauer Alpen mit Geigelstein und Hochgern. Zwischen den Loferer und Leoganger Steinbergen winkte von weitem der Untersberg und hinter dem Staffkogel blitzte sogar noch der Hochkönig hervor. Natürlich durfte ein obligatorisches Gruppenfoto mit dem Gipfelkreuz nicht fehlen.
Nun machte man sich auf den Rückweg. Der Routenverlauf folgte dem Höhenzug hinüber zum Rauber, 1972m, dessen Gipfel man so im Vorbeigehen mitnahm. Flotten Schrittes stapften die DAVler durch den pulvrigen Schnee und gleiteten förmlich hinunter zum Sattel. Der weitere Abstieg im Pulverschnee über sanft abfallendes Gelände war das reinste Schneeschuhvergnügen. Die Gruppe erreichte eine Forststraße der man nach Norden folgte. Weit unten war schon die Hütte zusehen. Durch lichte, weglose Waldhänge suchte man sich den Weg nach unten. Auf einem Geländeabsatz stoßten die Alpinisten auf die Skispur die hinunter zur Kelchalm (Bochumer Hütte) führte. Die Sonnenterrasse lud nochmals zum Verweilen ein. Im Sonnenschein ließ man sich die Hüttenspezialitäten schmecken. Beim Hüttenwirt konnte man sich einen Rodel ausleihen. Das ließen sich einige der Gruppe nicht entgehen. Mit einer rasanten Schlittenabfahrt ging es dann zurück zum Parkplatz.


Schneeschuhwanderung bei Sonne, Schnee und blauen Himmel

Alpenverein Pocking unterwegs im Vorderen Bayerischen Wald

Für die Einen eine völlig neue Erfahrung, für die Anderen ein Abschätzen wie es mit der eigenen Kondition steht und für die Nächsten eine gemütliche Wanderung mit netten Leuten. So kann man die Schneeschuhwanderung zum Landshuter Haus beschreiben.
Vom Parkplatz am Ruselabsatz machten sich acht Mitglieder vom Alpenverein Pocking auf zu einer Schneeschuhwanderung. Gleich von Anfang an ging es auf einer bereits gut eingetretenen Spur hinein in den winterlichen Wald. Langsam marschierte die Gruppe, begleitet von der Bergwanderführerin Anita Kälker, leicht ansteigend vorbei an tief verschneiten Jungbäumen. Im Astgewirr von Laub- und Nadelbäumen brachen sich die Sonnenstrahlen. Auf den vereinzelten, dürren Buchenblättern leuchteten Tautropfen und in der bereits wärmenden Sonne zeigte sich der Wald dampfend im Gegenlicht. Der Greisinger Hochwald zeigte sich von seiner schönsten Winterseite.
Bei der „Josefsbuche“ kreuzten die DAVler das erste mal die Langlaufloipe. Mit jedem Höhenmeter wurde nun die Schneedecke dicker. Immer im leichten bergauf erreichte die Gruppe nach etwa 90 Minuten die Hölzerne Hand und den Pavillon mit einer Sitzbank. Diese war allerdings total zugeschneit und nur mit Mühen konnte dort Platz genommen werden. Egal, hier gönnte man sich eine etwas längere Pause. Mit heißem Tee und einen Powerriegel kehrten schnell die Kräfte zurück und weiter ging es auf der schmalen Schneeschuhspur bis zur Bergwachthütte. Diese steht auf einen kleinen Lichtung. Schneemassen, die vom Dach der Hütte rutschten reichten bis zur Dachrinne.

Wieder traf man auf die Langlaufloipe, aber dieses mal folgten die Teilnehmer dieser. Nun war es nicht mehr weit. Nach der nächsten Kurve eröffnete sich der Blick auf die Hochebene der Oberbreitenau und zum Landshuter Haus. Auf einem Hinweisschild konnte man die Historie der Oberbreitenau nachlesen. Hier unter der Schneedecke liegen noch Mauerreste des ehemaligen Dorfes. 1925 verkaufte der letzte Bauer seinen Hof an Bayern. Die Hochebene der Oberbreitenau ist eine Heide- und Moorlandschaft und seit 1982 ist die Hochmoorfläche im Kern des Gebietes ein Naturdenkmal.
Es war bereits 12:30 Uhr als die Wanderer am Landshuter Haus ankamen. Das Haus ist zwar zur Zeit geschlossen aber auf der Sonnenterrasse stehen genügend Bänke und Tische, daher stand einer längeren Rast nichts im Wege. Nun hieß es Sonne tanken. Die mitgebrachte Brotzeit aus dem Rucksack schmeckte in der Mittagssonne nun besonders gut.

Nach einer guten Stunde machte man sich wieder auf den Rückweg. Es ging vorbei an Birkenbäumen hinter denen sich die freien Flächen des Hochmoores erstreckten. Ab und zu gluckerte ein Bachlauf unter der Schneedecke und wer nicht aufpasste hatte schnell nasse Schuhe.
So gegen 16.00 Uhr erreichte die Gruppe wieder den Parkplatz, und in einem nahegelegenen Gasthaus ließ man den herrlichen Tag ausklingen.