Erlebnisweg Schachten und Filze

23 Pockinger DAV-Mitglieder bei spätherbstlicher Wanderung unterwegs zu ehemaligen Hochweiden im Bayerischen Wald.

 

Ausgangspunkt für den ca. 23km langen Erlebnis-Rundweg war der Parkplatz an der Talsperre des Trinkwasserspeichers in Frauenau. Vor Beginn der Wanderung erläuterte Tourenbegleiter Stefan Scherr den Teilnehmern kurz die Bedeutung, Entstehung und ehemalige Nutzung der Mittelgebirgsalmwiesen.
Das erste Teilstück führte die Gruppe anfangs auf einer Forststraße später auf einen schmalen Wanderweg ostwärts entlang des Stausees. Nach ca. drei Kilometer erfolge dann mit ca. 350 Höhenmeter Anstieg in der Nähe kleinen Regen, der anstrengendste Teil der Tour, hinauf zur ersten Lichtung, dem Verlorenen Schachten. An der dortigen alten Almhütte legte man geschützt vom eisigen Wind dann eine kleine Pause für eine Brotzeit ein. Die kräftig scheinende Sonne und die leicht mit Schnee bedeckte Wiese vermittelte bereits einen vorweihnachtlichen Eindruck. Nach der kleinen Stärkung ging es dann durch den Wald weiter zum Almschachten. Hier waren uralte von Sturm und Blitz gezeichnete Ahornen und Buchen zu bestaunen, von denen einer als Hintergrund fürs Gruppenfoto diente.
Nach kurzer Rast ging es dann weiter zum Hochschachten. Hier werden in den Sommermonaten im Rahmen eines Nationalparkprogramms wieder Hochlandrinder zur Beweidung aufgetrieben. Als nächstes wanderte die Gruppe dann auf einem Bohlenweg durch das Latschenfilz, einem Hochmoor mit Tümpeln wie dem Latschensee, auf dem sich schon eine dünne Eisdecke gebildet hatte. Nach dem man zahlreiche kleine Gewässer am Weg durch die Filzlandschaft passiert hatte erreichte die Gruppe den Kohlschachten, der seinen Namen durch die hiesige Holzkohlenherstellung für die örtliche Glasindustrie erhielt. Hier fiel besonders ein riesiger Ahorn mit einem sogenannten Elefantenfuß, dar an der Stammbasis fast 3m Durchmesser besitzt, ins Auge. Weiter führte der Weg dann leicht bergab zur Hirschbachschwelle, einen kleinen Stausee dessen Wasser früher für die Holzdrift benötigt wurde. Der sonnige Lindberger Schachten, den man noch für eine kleine Rast nutzte, wurde als letzte auf dem Weg liegende Weidefläche erreicht. Von nun an ging es bergab durch den leicht verschneiten Wald nach Buchenau, vorbei am Schloss der Freiherren von Poschinger. Das letzte Teilstück der Herbstwanderung bildete eine autofreie Allee durch Wiesen und des weiteren ein Forstweg zurück zum Ausgangspunkt der nach ca. 7 Stunden Gehzeit erreicht wurde. Einige Teilnehmer machten kurz vor dem Parkplatz noch einen kleinen Umweg über die Staumauer des Trinkwasserspeichers um das Bauwerk zu besichtigen. Mit einer abschließenden Einkehr im Gasthaus Hubertus in Frauenau wurde die nicht anstrengende, aber Ausdauer fordernde Tour beendet.