Saisonabschluss-Tour des Pockinger Alpenvereins im Bayrischen Wald

Durch das Höllbachgespreng auf den Falkenstein.

 

Eine buchstäbliche Urwaldwanderung machten 22 wanderbegeisterte DAVler und ein Hund zum Saisonabschluss 2018. Vom Parkplatz Zwieselwaldhaus setzte sich der Tross in Bewegung. Auf breitem Wanderweg ging es durch den herbstlichen Buchenwald. Ohne nennenswerten Anstieg wanderte die Gruppe in südöstliche Richtung. Der Wanderweg wurde zum Steigund führte weiter unter den Hochschachtriegl, Ahornriegl und Schwarzbachriegl zur Höllbachschwelle, einem kleinen See mit kleiner Schutzhütte und Infotafel. Nach einer kurzen Pause begann nun die eigentliche Urwaldwanderungdurch das Höllbachgespreng. Herbstlaub raschelte unter den Füßen der DAVler. Der steinige Steig führte die Gruppe nun in eine engen Schlucht wo sich der Höllbach in einem Wasserfall ergießt. Mit Vorsicht wurde der Bach auf nassem Gestein überquert. Haushohe Gneisblöcke, besiedelt von der eher seltenen Schwefelflechte türmten sich über den Wanderern auf. Überall lagen umgefallene, zum Teil schon sehr verrottete Bäume. Jungbäume wuchsen schon wieder auf deren Stämme. Moose und Flechten besiedeln das Totholz und verzaubern den Wald in einen mystischen Urwald. Kein wunder dass früher die Menschen glaubten das wäre der Eingang zur Hölle. Für einige DAVler war das Steilgelände zügig überwunden, für die anderen stellte es doch eine gewisse Herausforderung dar. Doch alle erreichten schließlich zur Mittagszeit den 1315m hohen Falkenstein. Die Sonne ließ sich leider nicht blicken und ein frischer Wind bließ den Pockingern um die Ohren. Trotzdem wollte man sich die Aussicht über die sanfte Berglandschaft nicht vermiesen lassen. Weit unten lag Zwiesel in einer Talsenke beleuchtet von ein paar Sonnenstrahlen, und auch der Große Arber, unverkennbar mit seiner Radarstation, grüßte aus der Ferne. Eigentlich wollte man im Falkensteinhaus einkehren, aber die Pockinger waren heute nicht die einzigen auf dem Berg. So brach die Gruppe schon bald wieder auf. Es ging weiter auf dem Fernwanderweg E6. Schon bald zeigten sich die vom Orkan Kyrll „gerodete“ Hochfläche. Entwurzelte Bäume, von Wind und Schnee verwitterte Baumstämme und schon wieder nachwachsende Jungbäume beherrschten hier das Landschaftsbild. Auf steinigem Weg erreichten die Wanderer den Waldrand. Hinter einer Baumgruppe öffnete sich der Ruckowitzschachten, dem größten Schachten des Bayrischen Waldes. Durch die Wiedereinführung der Beweidung soll der Schachten und seine besondere Vegetation erhalten werden. Auch bei den DAVlern sorgten knorrige Bäume, große Flächen Heidelbeerstäucher und die Weite der Hügellandschaft für Erstaunen. Zurück nach Zwieselwaldhaus ging es wieder durch den herbstlichen Buchenwald. Im Gasthaus nahe des Parkplatzes wurde dann auch noch die wohlverdiente Einkehr nachgeholt.